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Gotteshaus + Museum

 

 

Arnau / Арнау St. Katharinenkirche zu Arnau /

 Kuratorium Arnau

Arnau: Gotteshaus und Museum

Die Kirche in Arnau ist ein Denkmal der gotischen Baukunst aus der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts. Foto: I.S.Anfang Dezember gab der Pressedienst der Gebietsregierung bekannt, dass die Kirche in Marjino (ehem. Arnau) künftig als Gotteshaus der Russisch-orthodoxen Kirche und als Museum genutzt werden soll.

Es soll ein Vertrag zwischen der Russisch-orthodoxen Kirche und dem kunsthistorischen Museum über die gemeinsame Nutzung des Kirchengebäudes abgeschlossen worden sein.

„Alle können sich am Wiederaufbau der Kirche beteiligen. Wir bemühen uns, die noch erhaltenen Fresken zu restaurieren“, sagte der Bischof der Baltischen Diözese, Serafim. Ob sich diese Bemühungen positiv auf den Denkmalschutz auswirken werden, daran zweifelt das Kuratorium Arnau e.V. Denn bereits im Oktober 2010, nach Übergabe des Gebäudes an die Russisch-orthodoxe Kirche, begann man mit Baumaßnahmen und beschädigte damit die mittelalterliche Ausmalung. Ein in die Kirche eingebauter Zwischenboden wurde auf unprofessionelle Weise, d.h. ohne vorhergehende Sicherung der Wandgemälde, entfernt.

Die Kirche Arnau - "Entfernung" der Zischendecke
(zwischen dem 4. Juli und 2. Okt. 2010)
Quelle / Источник: shenderyuk - www.youtube.com/watch?v=MByUxwLEDh4

Das Kuratorium Arnau e.V. wurde nicht über diese Maßnahmen informiert, obwohl es seit 1992 für die Erhaltung der Kirche aufkommt und seit 2008 im Rahmen eines Kooperationsvertrages mit dem Kaliningrader Museum für Geschichte und Kunst offizieller Partner bei der Restaurierung des Denkmals ist. Durch die Übergabe des Gebäudes an die Russisch-orthodoxe Kirche wurde der Vertrag mit dem deutschen Verein gebrochen.

In einer Presseerklärung des Kuratoriums heißt es dazu: „1992 hat der Verein die Kirche vor der weiteren Zerstörung bewahrt und dafür gesorgt, dass sie unter Denkmalschutz gestellt wird. Seitdem hat er nach streng denkmalschützerischen Prinzipien den Turm wieder aufgebaut mit Glocke und Wetterfahne. Er hat weiterhin einen neuen Dachstuhl mit Eindeckung errichtet und Teile des Außenmauerwerks restauriert. Schließlich hat er Notfenster eingesetzt und mit der technisch aufwendigen Sicherung der Fresken begonnen.“ Außerdem besitze das Kuratorium Kenntnisse der Archivmaterialien und alten Baupläne und habe ausgewiesene Experten mit der Restaurierung des Denkmals betraut.

Nach Schätzungen des Vereins wurden bis 2008 durch Fördermittel der ZEIT Stiftung, durch andere Fonds und Privatspenden mehr als 320.000 Euro in die Restaurierung der Kirche investiert. Ob das Projekt weiterhin durch das Kuratorium Arnau e.V. gefördert werden kann ist unklar, da die Vereinssatzung eine Unterstützung religiös genutzter Objekte nicht zulässt. Denn trotz der Versprechungen der Russisch-orthodoxen Kirche, das Bauwerk erhalten zu wollen, sei eine Tendenz zur Umgestaltung der Kirche und zur Geringachtung ihres kunsthistorischen Wertes erkennbar.

Die Vertreter der Kaliningrader Eparchie lehnten die Behauptungen des Kuratoriums, darunter auch dass „die Restauration nicht professionell genug durchgeführt worden war“ entschieden ab. Der Leiter des kunsthistorischen Museums, Jakimow, sagte, dass man nicht nach Gründen für eine Konfrontation, sondern nach einem Einvernehmen suchen solle, wenn man diese Kirche für zukünftige Generationen erhalten will.  -  Barbara Dreiling

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Quelle / Источник:
Königsberger Express, Geschichte & Gegenwart, 29.12.2010,
www.koenigsberger-express.com/index.php?id_article=2262&kat...

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