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Arnau / Арнау St. Katharinenkirche zu Arnau /

 Kuratorium Arnau

Kuratorium Arnau setzt sich für die Rückgabe der Kirche Arnau ins staatliche Eigentum ein

Russisch / Русский "КУРАТОРИУМ АРНАУ" ЗА ВОЗВРАЩЕНИЕ КИРХИ
АРНАУ В ГОСУДАРСТВЕННУЮ СОБСТВЕННОСТЬ

Walter Rix ist über die Zukunft der Kirche in Arnau und ihrer berühmten Fresken besorgt.Die Übergabe ehemaliger deutscher und polnischer Kirchengebäude an die russisch-orthodoxe Kirche sorgt für weitere Unruhen. Die Wohlfahrtsorganisation „Kuratorium Arnau”, die sich an der Restaurierung der berühmten Kirche von St. Katharina in Arnau betätigt, gab über ihren Leiter eine Erklärung darüber ab, dass die vom neuen Besitzer durchgeführten Arbeiten zur Beschädigung der alten Fresken geführt haben.

Diese Ankündigung wurde durch Walter Rix vor mehr als 30 Vertretern von Politik, Kultur und Massenmedien gemacht.

„Kuratorium Arnau” ist eine gemeinnützige, nicht religiöse und unparteiische Organisation mit Stammsitz in Deutschland, die sich ausschließlich dem Zwecke der Erhaltung dieses konkreten Baudenkmals widmet. Unter Verwendung von Projektionsmedien erzählte Herr Rix über die Tätigkeit der Organisation seit 1992. Er sprach in seiner Rede darüber, welche wissenschaftliche Forschungen es gab, welche Experten zur Arbeit herangezogen wurden, welches Konzept für die Restaurierung von Fresken durch das Kuratorium erarbeitet wurde, welche Mittel wo eingesetzt und welche Ergebnisse bei der Wiederherstellung bis heute erzielt wurden. Es ging ihm auch um die Feststellung, in welcher Form die weiteren Renovierungs- und Bauarbeiten nach der Übergabe der Kirche an die ROK (russische orthodoxe Kirche) eingestellt wurden. Außerdem werden nun die Fresken durch den unprofessionellen Umgang der neuen Eigentümer bedroht.

Die Figur der heiligen Katharina auf dem Turm der Kirche in Arnau. Nach den Regen der russisch-orthodoxen Kirche ein unzulässiges Detail.Mit Hilfe von Fotoaufnahmen wurde dargestellt, dass die in den Nachkriegsjahren aufgestellten Deckenträger fahrlässig abgesägt wurden. Unter ihnen an der Wand entstanden später Schäden, wodurch die Kalkschichten, die die Fresken schützten, beschädigt wurden. Herr Rix meinte, dass diese Spuren durch die herunter gefallenen abgesägten Balken entstehen konnten.

Das Kuratoriumsoberhaupt drückte auch seine tief empfundene Bestürzung über die Nichteinhaltung des Vertrags aus, den die deutsche Organisation mit dem Kaliningrader Kunsthistorischen Museum in seiner Funktion des staatlich beauftragten Kirchennutzers abgeschlossen hatte. Dieser Vertrag über die gemeinsamen restauratorischen bzw. konservatorischen Eingriffe in das Gebäude der Kirche in Arnau läuft erst 2018 aus. Wie der Herr Rix weiterhin betonte, bekam er keine offizielle Benachrichtigung über die Vertragskündigung oder gar einer solchen Absicht. Sofern verstieß der Staat mit seiner Übergabe des Gebäudes ins Eigentum der ROK grob gegen die Vertragsbedingungen.

Nach den Darlegungen von Walter Rix wurden insgesamt über 320 000.- Euro vom Kuratorium in die Wiederherstellungsarbeiten investiert. Es gab schon Kostenpläne für die Fortführung der Restauration. Die Satzung des Kuratoriums lässt aber kein Engagement in dem Fall zu, wenn das Eigentumsrecht an dem Kirchengebäude an eine religiöse Einrichtung übergeht, was mit der Kirche in Arnau geschah. Deswegen können jegliche Pläne über die Zusammenarbeit mit der russischen Seite als unerfüllbar gebrandmarkt werden.

Sollte die ehemalige Protestantische Kirche in das Eigentum der ROK übergehen, so wird sie eine entsprechende Innenausstattung bekommen. Ob diese dem schomn vorhandenen Status des Kulturerbes entsprechen wird? Die Balken dieses Konstrukts beschädigten beim Abmontieren die Fresken - so die Meinung von Walter Rix.
Sollte die ehemalige Protestantische Kirche
in das Eigentum der ROK übergehen, so wird
sie eine entsprechende Innenausstattung be-
kommen. Ob diese dem schon vorhandenen
Status des Kulturerbes entsprechen wird?
Die Balken dieses Konstrukts beschädigten beim
Abmontieren die Fresken - so die Meinung von
Walter Rix.

Eine noch mögliche Variante zur Fortsetzung der Zusammenarbeit im Rahmen der Kirchenrestauration sieht Herr Rix in einer Gebäuderestitution und im Wiedererlangen des Museumsstatus für die Kirche. Die entsprechende Information wurde an die Landesregierung weitergeleitet. Ihre Reaktion war bei Redaktionsschluß noch nicht bekannt. Die ROK artikulierte hingegen ihre Position ganz klar. Die Schuldvorwürfe von Herrn Rix wegen der Freskenzerstörung lehnt man dort ab. Wie in einem lokalen Nachrichtenportal durch den Vorsteher der orthodoxen St. Katharina Kirche, dem Geistlichen Sergij Vasilevskij, bekanntgegeben wurde, „sägte die Balken eine Organisation ab, die eine spezielle Genehmigung von der Behörde zum Schutz des kulturellen Erbes und geistigen Eigentums hatte. Dafür gibt alle notwendigen Nachweise. Außerdem wäre die abgesägte Bohle senkrecht gefallen und somit konnte sie die Wand nicht beschädigen”.

Wer die Fresken von Arnau restauriert und wann das geschieht, ist nach wie vor unbekannt.Nichtsdestotrotz sollen die Fachkundigen ihr Urteil darüber abgeben, was mit der Kirche wirklich geschah. Ist eine solche Expertise überhaupt geplant?

Inzwischen waren gerade zu diesem Zeitpunkt, als das von Herrn Rix organisierte Treffen in der Börse stattfand, die Eigentumsübertragungsurkunde und die Abmachung zwischen den Kaliningrader Kunsthistorischen Museum und der Kaliningrader Eparchie der ROK über die Funktion der Kirche als Museum unterzeichnet.

Im Laufe der Präsentation von Herrn Walter Rix gab es einige Fragen aus den Reihen der Tagungsteilnehmer und es fand auch ein Meinungswechsel darüber statt, wie sich die Situation künftig entwickeln wird. So erklärte Herr Rix, dass seine Rechtsberater jetzt wegen der Vertragsverletzung durch das Museum nach Möglichkeiten eines juristischen Eingriffs suchen. Die Eröffnung eines Gerichtsverfahrens wird von ihm jedoch als letztes Mittel angesehen, falls außergerichtlich keine weiteren Chancen zur Fortsetzung der gleichberechtigten Zusammenarbeit mit dem Museum laut Vertrag bestehen.

Welche andere Möglichkeiten gibt es? Das wäre beispielsweise ein Appell an die Bundesregierung, an jene einflussreichen Politiker, deren Besorgnis auch in Russland ein Verständnis hervorrufen könnte. Ein Präzedenzfall bezüglich des Kirchen-Museums Donelaitis besagt, dass eine Urteilsänderung in konkreten Fällen möglich ist.

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Quelle / Источник:
Königsberger Allgemeine - zweisprachige Zeitung, Jan. 2011, Papierausgabe, Seite 6-7,
www.koenigsberger-allgemeine.com;
PDF-Datei Königsberger Allgemeine: Information und Bestellformular
deutsch deutsche Netzseite: www.koenigsberger-allgemeine.com/index.php/de;
Russisch / Русский russische Netzseite: www.koenigsberger-allgemeine.com/index.php/ru;

weitere Berichte zum Eigentumsstreit

im Ostdeutschen Diskussionsforum unter:
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